Der Bootsname "...und hopp", den ich mir nicht ausgedacht habe, was ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen möchte, trifft aber irgendwie voll ins Schwarze: Schrottige Wasserpumpe, durchgegammelte Standheizung. Beim Streichen des Unterwasserschiffs war aufgefallen, dass die Finne vor dem Ruder nicht korrekt anlaminiert wurde und gestern gab es die Krönung der Pannen: Als ich bei uns im Verein anlegen wollte, fiel genau in dem Moment des Aufstoppens das Wendegetriebe aus. Vielleicht ist auch nur die Kraftübertragung vom Fahrhebel unterbrochen worden, weil sich einer der Bedienzüge gelöst hat oder gebrochen ist. Wie auch immer: Statt aufzustoppen habe ich unfreiwillig volle Fahrt voraus gegeben. Direkt am Anleger zwischen den anderen Booten ist das ausgesprochen unangenehm. Und wenn dann noch ein cholerischer älterer Vereinskollege auf dem Steg schreit und flucht und einen für gänzlich unfähig darstellt, ein Boot anzulegen, erleichtert das die Sache nicht gerade.
Zum Glück bin ich noch vom Steg weggekommen, ohne ein anderes Boot zu touchieren. Bei meinem ist die komplette Steuerbordseite übel zerkratzt. Durch die Wucht der Kollision sind sogar die Leinen meiner Fender gerissen.
Mitten auf der Lesum folgte die nächste Überraschung: Es ging gar nichts mehr. Weder vorwärts noch rückwärts ließ sich das Boot manövrieren und zum Glück trieb mich die Stömung auf das rechte Flussufer, so dass ich dort verweilen konnte, bis mich o.g. Vereinskollege mit seinem Boot wieder zurückschleppte.
Wie's weitergeht? Keine Ahnung, aber auf den Kahn habe ich inzwischen überhaupt keine Lust mehr.


Ich habe auch gerade übles Lehrgeld bezahlt für ein Motorrad, welches mir als fahrbereit verkauft wurde und sich schon nach wenigen Tagen als Ruine herausstellte.
Das Geld war weg, der Verkäufer schon lange Privatinsolvent und mein gerichtlicher Titel wird mir wohl erst die Rente erleichtern.
So ein Boot kostet ja noch mal eine Größenordnung mehr und die ganze Arbeit, die man bis dahin reingesteckt hat macht es auch nicht einfacher.
Nächstes Mal vielleicht einen erfahrenen Bootsmechaniker mitnehmen, der sich alles ganz genau anschaut und nicht mehr auf faule Kompromisse und "kann man ganz einfach selbst reparieren" reinfallen.
Kopf hoch!